Apell an den Regierungsrat – evakuierenJETZT


500 Menschen für den Aargau – weil es nötig und möglich ist

In den Flüchtlingslagern Griechenlands herrscht schlimmste Not. Mehrere zehntausend geflüchtete Menschen sind bei unwürdigsten Bedingungen in Lagern eingeschlossen. Ihre Lage ist derart unerträglich, dass die drei Landeskirchen der Schweiz zu Ostern gemeinsam an den Bundesrat appellierten, die Tragödie zu mindern und 5000 geflüchtete Menschen aus Griechenland in die Schweiz aufzunehmen.

Non-profit-Organisationen und viele Einzelpersonen aus dem Kanton Aargau nehmen diesen Appell auf. Sie forderten den Regierungsrat Ende April mit einem Brief auf, dass er die Not wahrnimmt und die Aufnahme von 500 geflüchteten Menschen zu organisieren. Im Gegenzug versichern sie, dass sie mit ihrer Erfahrung, mit ihrem Engagement und mit ihren eigenen Kapazitäten zur Verfügung stehen und den Kanton bei der Integration dieser 500 geflüchteten Menschen unterstützen. Sie sagen: «Wir sind bereit. Kapazitäten sind vorhanden. #EvakuiertJETZT».

Der Regierungsrat schreibt in seiner Antwort, dass die Medienberichte über die Situation der Flüchtlinge in Griechenland ihn nachdenklich stimmten, der Aargau aber keine zusätzlichen Kapazitäten für die Aufnahme von Geflüchteten habe. Zudem sei der Bund zuständig für das Flüchtlingswesen. Das stimmt uns sehr nachdenklich. Die Nachrichten aus Griechenland zeigen, dass es seit Monaten nicht möglich ist, die Situation in den Lagern zu verbessern. Als Mitunterzeichnerin des Dublin-Abkommens trägt auch die Schweiz Verantwortung für die prekäre Lage in den Camps in Griechenland. Die Kantone haben die Möglichkeit, sich beim Bund für Anliegen stark zu machen.

Aufgrund dessen halten wir an der Forderung fest und fordern den Regierungsrat mit dieser Medienmitteilung auf, dem Bund die Bereitschaft zur Aufnahme von 500 geflüchteten Menschen zu signalisieren.